Risiken von Nanomaterialien in Medikamenten und Kosmetika

Nanopartikel werden häufig in kosmetischen Produkten sowie in Medikamenten eingesetzt. Bei Medikamenten nutzt man die Partikel, damit sie Wirkstoffe der Medikamente gezielt an jenen Orten im Köper freisetzten, an denen sie auch tatsächlich wirken sollen. In kosmetischen Produkten werden sie vor allem aufgrund ihrer optischen Eigenschaften eingesetzt.

Nanomedikamente

Nanomedikamente haben zweifellos viele Vorteile, doch sie beherbergen auch Risiken, die nicht unterschätzt werden dürfen. Das Problem, das sich derzeit in diesem Bereich stellt, sind Studien, die sich eingehend mit diesem Thema beschäftigen. Für eine brauchbare Studie benötigt man jedoch eine Menge Daten. Diese Daten sind bei Nanopartikel heute noch nicht in ausreichendem Mass vorhanden, da Nanoteilchen in der Umwelt nicht vorkommen.

Nanopartikel werden überwiegend in Labors hergestellt. Die meisten Studien zu Wirkungen von Nanopartikel im Körper von Menschen und Tieren beschränken sich derzeit auf die Untersuchung der Atmungsorgane und insbesondere der Lunge. Da Nanoteilchen jedoch ungehindert die Blut-Hirn-Schranke überwinden können, stellt sich die Frage, welche Schäden sie dabei möglicherweise anrichten können.

Nanopartikel in der Kosmetik

In der Kosmetikindustrie werden Nanopartikel vielfach eingesetzt. Nanopartikel spielen sowohl bei der Herstellung von Sonnenschutzmittel als auch bei Anti-Falten-Cremes eine große Rolle. Da sich Nanopartikel in Sonnencremes wie ein Film über die Haut legen, reflektieren sie das Sonnenlicht. Diese Eigenschaft ist natürlich sehr nützlich. Allerdings weiß niemand, wie der menschliche Körper auf die ständige Anwendung der Cremes und Lotionen reagiert. Das wird sich vielleicht erst in einigen Jahrzehnten herausstellen.

Viele Kosmetikprodukte kommen auch heute ohne den Einsatz von Nanopartikel aus. Werden sie in Sprays verwendet, so kann dies dazu führen, dass Menschen diese Partikel nicht nur auf die Haut auftragen, sondern sie auch einatmen. Da Lungenschäden durch Nanopartikel sehr wahrscheinlich verursacht werden, ist dies ein ungewünschter Nebeneffekt der Nanokosmetik.

Mögliche Lösungen

Um die Gefahren durch die Partikel zu reduzieren, sucht man in der Kosmetikbranche bereits seit mehreren Jahren nach möglichen Lösungen. Beispielsweise werden Nanopartikel in Silikone verpackt oder in einem Öl gebunden. Dadurch wird das Einatmen der Partikel verhindert. Bei Medikamenten werden nanotechnologische Produkte vorwiegend in der Krebstherapie eingesetzt. Tumore können mithilfe dieser Nanoteilchen bereits sehr gut behandelt werden. Bei kosmetischen Produkten und auch bei Lebensmittel werden Forderungen laut, die nach einer entsprechenden Kennzeichnung von Produkten mit Nanotechnologie verlangen. In diesem Fall kann der Verbraucher selbst entscheiden, ob und wie weit er sich einem Risiko aussetzen will. Bis alle Fragen zum Thema Risiken und Nebenwirkungen von Nanopartikel geklärt sind, wird es jedoch noch einige Zeit dauern.

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